Montag, 13. Mai 2013

Goldstück

Eine besondere Seife für die Goldstücke unter den Mitmenschen :).


Viel Sesam- und Reiskeimöl, natürlich auch mit Kokosöl (Schaum muss sein :) ), dazu noch u.a. einiges an Kakaobutter, ein Schwupps Aprikosenkernöl und Stearinsäure habe ich in dieser Seife verarbeitet.


Für extracremigen Schaum habe ich noch 3 EL Schafmilchpulver in etwa 50ml Wasser verrührt und nach dem Andicken zum Leim gegeben.


 Beduftet ist sie mit verschiedenen Hafer-Milch-Honigdüften von Sensory Perfection, Gracefruit und behawe.


Aufgehellt ist die Seife mit Titandioxid, weil die Düfte alle ins Bräunliche verfärben.


Mit etwas Goldmica und einem Pinsel habe ich auf jeder Seife Akzente gesetzt. Immer an den Stellen, die mir besonders markant vorkommen ;).


Die Seife selbst riecht lecker nach Honig und Hafer und schäumt sehr cremig. Wie man es bei diesem Duft auch erwartet :).


Donnerstag, 9. Mai 2013

Ali Baba und die 40 Räuber

Und weiter gehts mit Märchen aus der arabischen Erzählkunst: Ali Baba und die 40 Räuber stehen auf dem Programm!

Da darf eine ganz zentrale Zutat nicht fehlen. Sesam! Und Gold ist auch ganz wichtig :).


Also ist viiiiiiel Sesamöl in der Seife, dann noch Kokosöl für den Schaum und Olivenöl und Sheabutter zwecks Pflege. Eine eher kurze, aber ausgewogene Zutatenliste ;).

Bedufet habe ich diese Seife mit einer Mischung aus African Tea, Marrakesch und Soft Cashmir Silk. Ich finde diese schwere Duftkombination sehr lecker und sie passt nicht nur in die dunklere Jahreszeit. Es war eine deutliche Braunfärbung der Seife zu erwarten, die ich für die unregelmässige Goldader in der Mitte genutzt habe.

Einfach etwa die Hälfte des bedufteten Seifenleims in die Form einfüllen und dann eine sehr dicke Schicht Goldmica auf die Seife sieben. Darauf dann einfach den Rest des Seifenleims verteilen (wirklich verteilen, nicht alles in einem Schwung auf eine Stelle schütten, sondern nach und nach auf verschiedene Stellen geben), noch ein bisschen Goldmica oben drauf und fertig!

Dieser Trick macht im Handumdrehen aus der langweiligsten braunen Seife einen edlen Hingucker :).


Der aufs Seifenstück eingedrückte Sesam wird mit dem schön glitzernden braun-goldenen Garn von Weird in Szene gesetzt. Durch das Etikett wird ja die Goldader grösstenteils verdeckt, aber der Sesam und das Garn sieht man gut und sie ergänzen sich wieder ganz wunderbar, finde ich :).

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Aladin und die Wunderlampe

Mittwoch, 1. Mai 2013

Aladin und die Wunderlampe

Was würdet ihr euch wünschen, wenn ein Flaschengeist euch die Erfüllung von 3 Wünschen gewähren würde? Ewiges Leben, Reichtum, Schönheit? Manche haben die Antwort vielleicht schon parat, andere -wie ich- würden lange überlegen und genau abwägen ;).

Die Antworten von Aladin sind im gleichnamigen Märchen festgehalten. Und orientalische Üppigkeit verbinde ich immer irgendwie immer mit Gold, Gewürzen und Geschichten, die am Abend in der Runde erzählt werden :).

Die Aladinseife ist bei mir aus traditionellen pflanzlichen Seifenölen hergestellt worden, die ich für einen extra Kick an Pflege mit Kakaobutter ergänzt habe. Das tiefe Braun der Seife kommt vom PÖ Black Cardamom (gracefruit, dickt nicht an), das ist zur Abrundung mit Sandelholzöl gemischt habe. Letzteres ist die naturidentische Version, das echte finde ich für Seife dann doch zu kostbar ;).



Die Idee für die Micamarmorierung habe ich mir beim Seifenzwerg abgeschaut. Ich glaube, sie macht das auf ihrer tollen Saltie so. Also einfach Goldmica aufpudern und mit einem Stäbchen verziehen. Wenn sich die Seife wie hier zu einem satten Braunton verfärbt, kommt die edle Deko besonders gut zur Geltung :). Beim nächsten Mal würde ich allerdings die Micaschicht nicht so dicht machen, damit der Kontrast besser zu erkennen ist.


Zum Thema passt natürlich besonders das Kernstück des Märchen. Die Wunderlampe musste da praktisch eingebaut werden! Weird hat in diesem Garn üppige Coils und einen mitlaufenden Goldfaden gesponnen und das Blau in verschiedenen Tönen setzt einen reizvollen Kontrast zum einfachen Braun der Seife :).

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Freitag, 26. April 2013

Aschenputtel

Wahrscheinlich träumen die meisten Mädchen irgendwann mal davon, dass ein Prinz ums Eck biegt und sie aufsammelt. Und für die meisten Mädchen bleibt das auch nur ein temporärer Traum. Aber das macht nix, es gibt ja die Aschenputtel-Seife!


Sie sollte natürlich beide Seiten versinnbildlichen. Die Asche, aus der die Heldin die Erbsen raussammeln sollte und das strahlende Funkeln und Glitzern der Adelswelt, die sich auf den Bällen trifft. Das habe ich nicht nur durch die farbliche Trennung der Schichten umgesetzt, dich ich durch eine dünne Schicht aus Goldmica optisch getrennt habe. Auch meine Wahl an Ölen bezieht sich darauf. Kokos, Raps und Palm für die eher günstigeren Fette, Babassu und Reiskeim sind deutlich teurer. Zusammen in diesem Rezept ergänzen sie sich hervorragend!

Beduftet ist die Seife mit PÖ Kenzo Flowers, das leicht andickt. Perfekt, wenn man schichten will. Leider verfärbt es etwas, aber damit muss ich nun leben ;). Das Grau habe ich mit etwas flüssiger schwarzer Farbe von SP erreicht, der helle Teil ist ungefärbt.


Zwei Garne hat Weird für diese Seife gesponnen. Ein schwarzes und ein weisses, beide mit ein wenig Glitzer, Pailletten und Perlen. Ich konnte mich nicht für eines der beiden entscheiden, also habe ich beide verwendet. Und ich finde, dieses Zweigeteilte passt gut zu einer Seife, die zwei Seiten repräsentiert. Ausserdem glitzert es so schön :D!

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Sonntag, 21. April 2013

Farbenpracht

Gestern Abend noch entstanden :-).

Montag, 8. April 2013

Bavaria

Diese Seife ist im Rahmen des Heimatseifenschiebers im Seifentreff entstanden. Darin ging es darum, die Heimat in einer Seife einzufangen. Dabei werden erst die unterschiedlichsten Ideen gesammelt, zu denen jeder User seine Vorschläge einbringen kann. Und als Sieder kann man dann diese Ideen aufgreifen und umsetzen.

Im Vorfeld hatte ich ja die wildesten Ideen und einige haben total gute Anregungen geliefert... von Autos über den Gäuboden über Fussball über die Alpen zum Oktoberfest war viel dabei. Viel davon lässt sich aber für mich gar nicht in Seife umsetzen oder deckt einfach nur einen zu kleinen Teilaspekt des Freistaates ab.

Nur: Wie packt man über 70.000 Quadratkilometer unterschiedliche Landschaften, Dialekte, Traditionen und Innovationen in einen Block Seife?! Das war gar nicht so einfach für mich...
Ein Aspekt war mir wichtig, nämlich der regionale. Im Seifentreff wurde Schmalz vorgeschlagen und auch wenn ich weder Vegetarier bin noch die Benutzung von Seifen mit Tierfetten ablehne, das ist einfach nichts für mich. Exotischere Fette wie Macadamia und Shea kamen auch nicht wirklich in Frage. Blieben hauptsächlich hier wachsende Pflanzen. Leider sind davon einige als Schnellranzer bekannt (Sonnenblume, Nussöle etc.) und bei aller Siedewut sollte es doch ein haltbares, gutes Stück Seife werden!

Es sind also einige "lokale" Fette wie Raps und Distel. Einige bayrische Städte waren/sind schon lange als wohlhabende Handelsstädte bekannt und so konnte ich mit halbwegs gutem Gewissen auch Olive und schaumgebendes Kokosöl mit ins Rezept packen.

Und weil bei sovielen flüssigen Ölen (75% in diesem dem 25er angelehntem Rezept) eine Seife gern mal lange weich bleibt, habe ich noch einen ordentlichen Schwupps Salz im Wasser für die Lauge aufgelöst. Das deckt ausserdem sowohl den Handel als auch die Salzvorkommen in den Alpen ab. Ursprünglich wollte ich auch Bier mit verarbeiten. Schliesslich haben wir das älteste Braugesetz der Welt! Das ist wegen der möglichen Verfärbung aber doch nur ein Plan geblieben. Die Seife sollte möglichst hell bleiben und mit einer blauen Marmorierung den weiss-blauen bayrischen Himmel symbolisieren.

Beduftet ist die Bavaria ausschliesslich mit (gar nicht so bayrischen) ätherischen Ölen, wobei so einiges auch bei uns wächst: Rosmarin, Fenchel, Wacholderholz, Majoran, Zitrone, Lavendel, Zypresse, Sandel und Muskatellersalbei. Der Fenchel kommt -ehrlich gesagt- irgendwie ziemlich durch ;).

Und ich merk grad, dass es anscheinend leider gar kein Foto von der uneingepackten Seife gibt! Stellt euch bitte einfach helle Seife mit einer blauen Marmorierung vor ;).


Bei der Banderole hab ich ein bisschen getüftelt, weil ich kein Geld für ein seamless pattern ausgeben wollte und mit deswegen aus der Vorlage (=die Flagge) von der bayrischen Staatsregierung ;) selbst eins basteln musste. Die Anhängerchen decken die gängisten Klischees ab. Ich habe sie bei dawanda erworben und auf eine silberne Schnur geknüpft, damit sie auch an Ort und Stelle bleiben (was für ne Fummelei! *ächz*). Eine blaue Wollschnur ergänzt die Dekoration und diese Seife findet bei meiner Familie wirklich reissenden Absatz! Nicht, dass wir alle so patriotisch eingestellt wären. Aber Frauen mögen wohl Hirsch und Enzian und die Männer fühlen sich anscheinend von der Brezn und der Mass angesprochen *lach*.

Falls ihr auch schon eure Heimat in Seife gepackt habt, würde ich mich total über nen Link in eurem Kommentar freuen. Ich bin nämlich wirklich neugierig, wie ihr das umgesetzt habt! :)